Avenidas Novas of Lisbon

Wir werden zukünftig nicht nur Beispiele unserer eigenen Arbeit veröffentlichen, sondern auch interessante Projekte oder Fallstudien, die das Mikroklimamodell ENVI-met verwendet haben. Wir starten heute mit einem Projekt des Interdisziplinären Zentrums für Sozialwissenschaften der Universidade NOVA de Lisboa, das von Caio Frederico E Silva, Teresa Santos und José António Tenedório geleitet wurde.

Im Jahr 2016 hat die Stadtverwaltung von Lissabon die Umgestaltung mehrerer öffentlicher Räume in der Stadt initiiert. In diesem Zusammenhang untersuchte die Universidade NOVA de Lisboa verschiedene Simulationsszenerien, um die Auswirkungen in der Stadt Lissabon, bzw. in den „Avenidas Novas Neighbourhoods“ zu analysieren.

Das Hauptziel des Projekts war es, den Bürgern, mehr Platz zum Spazierengehen, bequeme Bürgersteige und abgesenkte Fußgängerüberwege für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie mehr Grünflächen, Plätze für Esplanaden und Fahrradwege zu bieten. Daher wurde in dieser Arbeit die Auswirkung des Umbaus von Verkehrsstraßen durch die Pflanzung neuer Bäume und der Anlage neuer Grünflächen auf den thermischen Komfort des umgebenden Stadtgebiets bewertet.

Die Bewertung des städtischen Umgestaltungsprojekts wurde mit der Software ENVI-met ausgewertet, sowohl vor als auch nach dem Umbau:

  • Es gab eine Reduktion von bis zu 3 Grad Celsius.
  • Bei der relativen Luftfeuchtigkeit gab es einen Zuwachs von 10%.
  • Ebenso gab es eine leichte Reduzierung der natürlichen Belüftung über den ganzen Tag von 3,5 auf 2,5 m/s aufgrund der Barriere durch die Baumkronen.
  • Die Vegetation mit einem Plus von 26% wurde somit als Schlüsselelement bei der Gestaltung komfortabler städtischer Räume bestätigt.

Viele städtische Umgestaltungen haben Auswirkungen auf das lokale Klima. Diese Simulationen zeigen verschiedene Möglichkeiten der Verbesserungen des städtischen Komforts, die sich aus einem städtebaulichen Eingriff ergeben können.