Eisfreie Arktis – Auswirkungen des Klimawandels

von Daniela Bruse Climate change

Gestern wurde in der Zeitschrift Nature Climate Change eine neue Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Arktis veröffentlicht:

Das Nationale Zentrum für Atmosphärenforschung (NCAR) hat mehrere Simulationen mit dem Community Earth System Model (CESM) für Erwärmungsszenarien von 1,5 bis 4 Grad Celsius durchgeführt. Die Ergebnisse waren dramatisch: Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit – fast 100 Prozent -, dass im Jahr 2100 – mit dem Szenario einer globalen Erwärmung von 4 Grad Celsius – ein dreimonatiger eisfreier Sommer in der Arktis Realität sein könnte. Das Bild hungernder Eisbären wurde verwendet, um die unmittelbaren Auswirkungen der globalen Erwärmung durch Medien abzubilden, aber es müssen auch weitreichende Konsequenzen erwartet werden, z.B. extreme Wetterereignisse, Veränderungen der Meeresströmungen und die Veränderung des lokalen Klimas.

Gemäß dem Vertrag von Paris sollte es globales Ziel alles politischen Handelns sein, notwendige Maßnahmen zu treffen, damit die globale Erwärmung 1,5 Grad Celsius nicht überschreitet – was die Wahrscheinlichkeit eines eisfreien arktischen Sommers bis zum Jahr 2100 auf 30 Prozent reduzieren würde.

Wenn wir in der Lage sind, unseren Kohlenstoffausstoß bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu reduzieren, könnte das 1,5 Grad Celsius-Ziel erreicht werden. Bis dahin bleibt jedoch noch viel zu tun. Bitte tragen Sie Ihren Teil dazu bei, indem Sie verantwortungsbewusst und nachhaltig handeln.