Ganzheitlicher Ansatz von ENVI-met

Das sich ändernde Klima und seine Auswirkungen auf Menschen weltweit, erhält zunehmend mehr Aufmerksamkeit in Gesellschaft und Politik. Immer mehr Menschen leben in Städten – im Jahr 2050 werden es zwei Drittel der Weltbevölkerung sein. Es ist also wichtiger denn je, das Stadtklima und damit die urbane Lebensqualität mithilfe von umweltfreundlichen Infrastrukturlösungen zu verbessern.

Ein wichtiger Teil dieses Themas ist die Simulation möglicher klimatischer Änderungen um festzustellen, wie man die von ihnen ausgehenden möglichen Bedrohungen mindern kann. Zu diesem Zweck ist eine umfassende Berücksichtigung aller Wechselwirkungsparameter erforderlich, da das städtische Mikroklima durch eine ständige Wechselwirkung zwischen  Elementen wie Atmosphäre, Oberflächen und Böden, Pflanzen, Gebäuden und Schadstoffemittenten gekennzeichnet ist.

Der hollistische Ansatz des Mikroklimamodells ENVI-met wird durch eine Reihe verschiedener Untermodelle, die miteinander verbunden sind und in ständiger Kommunikation miteinander stehen, ermöglicht. Hierdurch können komplexe Wechselwirkungen berücksichtigt und berechnet werden, die sonst bei der getrennten Simulation der Module nicht erfasst würden.

Der Preis für diese Komplexität ist ein hoher Bedarf an Rechenleistung sowie die daraus resultierenden langen Berechnungszeiten. Die Ergebnisse sind jedoch viel detaillierter und eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die Analyse von bestehenden stadtklimatologischen Strukturen und der Prognose von Folgen des Klimawandels.