Hitzewellen in der Stadt

von Daniela Bruse Climate change

Während der Frühling in Europa längst Einzug gehalten hat und der Sommer vor der Tür steht, fragen sich viele, ob der diesjährige Sommer so heiß wie der vergangene wird. Jeder, der eine langanhaltende Hitzewelle erlebt hat, weiß, wie sehr das Alltagsleben dadurch beeinflusst wird – die Umgebungstemperatur in Gebäuden und im Freien steigt täglich an, was den thermischen Komfort der Menschen in der Region negativ beeinträchtigt.

Während bezüglich des Klimawandels oft über globale Durchschnittstemperaturen gesprochen wird, wird häufig übersehen, dass der Klimawandel anscheinend auch extreme Hitzewellen verstärkt. Dabei haben Hitzewellen nicht nur tiefgreifende Auswirkungen auf uns Menschen, sondern auch auf die meisten anderen Lebensarten auf diesem Planeten. „Der Sommer wird schon bald zu einer tödlichen Jahreszeit für das Leben auf der Erde werden“, schreibt Jonathon Stillman, Professor für Biologie an der San Francisco State University. Bei der Durchsicht von über 140 wissenschaftlichen Studien wurde deutlich, dass sowohl Menschen als auch Tiere durch zunehmende Hitzewellen diversen Konflikten ausgesetzt sind.

Der Klimawandel und damit verbundene Hitzewellen können beispielsweise vermehrte Waldbrände verursachen, hitzebedingte Krankheiten verschlimmern, die Ernteerträge und den Nährwert von Kulturpflanzen verringern und die Luftverschmutzung verstärken. Aufgrund der prognostizierten Zunahme von Häufigkeit, Länge und Intensität von Hitzewellen, werden sich auch deren Auswirkungen weiter verschlimmern. Da die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Auswirkungen von Hitzewellen manchmal schwer zu verstehen sind, werden wir uns in den kommenden Wochen auf konkrete Beispiele konzentrieren.