Avenidas von Lissabon

Im Jahr 2016 hat die Stadtverwaltung von Lissabon die Umgestaltung mehrerer öffentlicher Räume in der Stadt initiiert. In diesem Zusammenhang untersuchte das Interdisziplinäre Zentrum für Sozialwissenschaften (CICS.Nova) der Neuen Universität Lissabon verschiedene Simulationsszenarien, um die Auswirkungen in der Stadt Lissabon, bzw. in den „Avenidas Novas Neighbourhoods“ zu analysieren.

Das Hauptziel des Projekts war es, den Bürgern weniger Lärm, mehr Platz zum Gehen, bequeme Bürgersteige und abgesenkte Fußgängerüberwege für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, mehr Grünflächen, Plätze für Promenaden und Fahrradwege zu bieten. Daher wurde in dieser Arbeit die Auswirkung des Ersatzes von Straßen durch neue Bäume und Grünflächen auf den thermischen Komfort des umgebenden Stadtgebiets bewertet.

Mit Hilfe der Software ENVI-met wurde eine Vorher-Nachher-Bewertung des Stadtumbauprojekts durchgeführt.

Es zeigte sich, dass das Projekt zu einer Verringerung von bis zu 3 °C führen würde.

Außerdem wurde festgestellt:

  • einen Anstieg der relativen Luftfeuchtigkeit um 10 %
  • eine leichte Verringerung der natürlichen Belüftung während des Tages von 3,5 m/s auf 2,5 m/s aufgrund der durch die Baumkronen verursachten Barriere und
  • eine Zunahme der Vegetation (in diesem Fall 26 %), die ein Schlüsselelement bei der Gestaltung komfortabler städtischer Räume darstellt

Auftraggeber

Rathaus Lissabon, Portugal

Institution

Interdisziplinäres Zentrum für Sozialwissenschaften (CICS.Nova)

Wissenschaftler

Caio Silva, Teresa Santos, José Tenedorio

Umsetzungszeitraum

2016-2017

Angewandte Features

Ganzheitliches Mikroklimamodell ENVI-met

Thermischer Komfort im Stadtgebiet

PMV-Index

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