Studie: Effekte von Riesenmammutbäumen auf das Mikroklima

Vor einigen Tagen haben wir über einen interessanten Artikel bezüglich der Auswirkungen von Riesenmammutbäumen (Sequoia) auf das Mikroklima in Portland, USA, informiert. Die Studie verwendete ENVI-met als Modell für die Berechnung der Strömungsmechanik, um so die Auswirkungen von Sequoias auf Mikroklimata zu isolieren und die Ergebnisse durch Feldmessungen zu validieren.

Eckmann et al. (2017) haben im Rahmen ihrer Studie Mikroklimaeffekte auf dem Campus der Universität von Portland, USA, gemessen – jeweils vor und nach der Entfernung von vier Riesenmammutbäumen.

Obwohl die ENVI-met Datenbank viele verschiedene Oberflächen, Böden und Vegetationstypen für Simulationen anbietet, haben die Autoren eine Vielzahl von weiteren standortspezifischen Materialparametern erfasst und mit ALBERO neue Vegetationstypen erstellt. Der Universitätscampus wurde mit einer Auflösung von 2 m nachgebaut und die Simulation durchgeführt. Die In-situ-Messungen wurden am 6. Juli und nach der Baumentfernung am 14. Juli 2017 durchgeführt.

Die Ergebnisse der Messungen und der Simulation zeigten niedrigere Oberflächentemperaturen in der Nähe der Riesenmammutbäume.

Ursprünglich plante die Universität, alle acht Riesenmammutbäume zu entfernen, die eines der Hauptgebäude des Campus umgaben. Die Simulation ohne diese acht Bäume zeigte jedoch niedrigere Lufttemperaturen. In Bezug auf Windgeschwindigkeit und CO2-Konzentration haben die Ergebnisse auch gezeigt, dass das Vorhandensein von Bäumen die Windgeschwindigkeit im Allgemeinen verringert.

Zusammenfassend beweist der Aufsatz nicht nur, dass Riesenmammutbäume den Urban Heat Island-Effekt (Oberflächentemperaturen im Sommer, bodennahe Lufttemperaturen und CO2-Konzentrationen) verringern können, sondern liefert auch eine gut dokumentierte und gültig korrekte Liste städtischer Materialien und Vegetation.