Neugestaltung von Kolkatas Grünflächen: Architektin Gursharan Randhawas Vision für Komfort in der Stadtplanung

Umgang mit Urbanisierung, Klimaherausforderungen und zukünftiger Klimaanpassung

Erfahren Sie, warum Kolkata, Indien, eine der Städte ist, die am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist. Faktoren wie die geografische Lage, eine hohe Bevölkerungsdichte verbunden mit sozioökonomischen Problemen, einschließlich weit verbreiteter Armut, machen Kolkata zu einem Hotspot für Klimarisiken. Der 6. Bewertungsbericht des IPCC bestätigt Kolkatas doppelte Klimaherausforderungen: Steigende Hitze und Luftfeuchtigkeit sowie ein häufigeres Auftreten von Wirbelstürmen.

Erfahren Sie, wie der Klimawandel Kolkata durch extremeres Wetter, steigende Temperaturen und sich verschlechternde Luftqualität sichtbar beeinflusst. Eingebettet in das Ganges-Delta ist die Stadt kritisch anfällig für Veränderungen des Meeresspiegels. Prognosen sagen einen potenziellen Anstieg des Meeresspiegels von bis zu 1,5 Metern bis 2100 voraus.

Erfahren Sie mehr über die zunehmende Intensität und Häufigkeit von Kolkatas Hitzewellen, bei denen die Sommertemperaturen auf bis zu 45 Grad Celsius steigen. Diese Hitze verstärkt Gesundheitsrisiken und führt zu Engpässen bei Wasser, Strom und Nahrung.

Erfahren Sie mehr über die sich verschlechternde Luftqualität in Kolkata aufgrund erhöhter Emissionen aus Fahrzeugen, Industrie und Biomasseverbrennung und wie hieraus gesundheitliche Auswirkungen wie Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen resultieren.

Unser Untersuchungsansatz beginnt mit einer gründlichen Betrachtung der modernen und traditionellen Literatur zum Städtebau. Kolkatas Geschichte unterteilt den städtischen Kontext der Stadt in drei unterschiedliche Zeiträume: die alte Stadt Kalkutta, die Kolonialzeit als britische Hauptstadt und die Transformation von Kalkutta zu einer neuen Megastadt, Kolkata.

Als Nächstes untersuchen wir das Urbanisierungsmuster von Kolkata um die städtischen Rahmenbedingungen besser zu verstehen. Unsere Untersuchung fokussiert sich auf zwei Stadtteile von Kolkata – einen aus dem Bereich der historischen Altstadt und einen aus den Neubaugebieten. Wir untersuchen ihre Grünflächen und Parks und bewerten die Auswirkungen auf den thermischen Komfort. Unter Berücksichtigung der lokalen klimatischen Bedingungen wurden alle Simulationen für den 21. Mai durchgeführt, dem Höhepunkt der sommerlichen Hitzestress – ein ernstes Anliegen, das vom IPCC hervorgehoben wurde.

Ergebnisse: Architektonische Innovation als Antwort auf die Klimaherausforderungen in Kolkata

Durch seine Lage in den Tropen kämpft Kolkata ganzjährig mit hohen Temperaturen, die im Sommer oft auf 45 °C steigen, mit einem Hitzeindex von 50 °C. Diese intensive Hitze löst Gesundheitsprobleme wie Hitzschlag, Erschöpfung und Dehydration aus, die potenziell lebensbedrohliche Risiken darstellen, wenn sie nicht bewältigt werden. Ein genauerer Blick auf die Stadtteile Howrah und Salt Lake bietet Einblicke in die aktuellen klimatischen und Lebensbedingungen der Stadt sowie mögliche Strategien zur Milderung von Hitzestress.

Kolkata steht unter dem kombinierten Effekt von extremen temperaturbedingten Hitzestress und hoher Luftfeuchtigkeit. Diese Studie untersucht diese beiden Elemente genauer, um die Vorteile von naturbasierten Lösungen (NBS) aufzuzeigen. Die Physiologisch Äquivalente Temperatur (PET) wird als Indikator für Hitzestress verwendet, wobei gezeigt wird, dass das geplante Stadtviertel Salt Lake bessere thermische Bedinggungen aufweist als die dicht besiedelte Altstadt von Howrah.

Naturbasierte Lösungen können den Hitzestress während der direkten Sonnenstunden in den Stadtteilen Salt Lake von „stark“ auf „moderat“ senken und die Temperaturen durch optimierten Einsatz von Freiflächen und Windlenkung um 4-6 °C senken. Im Gegensatz dazu reduzieren neue städtische Grünflächen im versiegelten und überfüllten Stadtteil Howrah die PET Werte um 2-4 °C, wobei der Hitzestress hoch bleibt.

Ein hypothetisches Szenario für Salt Lake mit gleichmäßig verteilten Grünanlagen und Pocket-Parks deutet auf ein noch größeres Potenzial zur Temperaturreduktion hin, das bis zu 8 °C bei extremen Hitzebedingungen erzielen kann.

Alte, kompakte bebaute Siedlungen sind Hotspots für Luftfeuchtigkeit und erfordern Strategien wie Ventilation durch mechanische Konstruktionen oder wasserabsorbierende Fassaden, um die Mikroklimabedingungen zu verbessern. Diese Eingriffe könnten den moderaten Hitzestress weiter auf milde oder neutrale Temperaturbereiche reduzieren.

Das begleitende Bild veranschaulicht die Konzepte, den thermischen Komfort im Quartier zu erhöhen, und verwendet ein neues Grünflächenkonzept um ein nachhaltigeres Mikroklima zu erzielen.



Kolkata neu gedacht: Mikroklima und Stadtplanung